Was steckt hinter der RSV-Prophylaxe?


Von der STIKO empfohlen
Was steckt hinter der RSV-Prophylaxe?
mauritius images / ANP, ANP / Alamy / Alamy Stock Photos

Das Virus RSV kann bei Säuglingen lebensbedrohliche Atemwegserkrankungen verursachen. Zum Schutz empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die RSV-Prophylaxe. Aber was ist das überhaupt genau?

Wie normale Impfungen wirken

Gegen viele Kinderkrankheiten gibt es Impfungen. Dabei wird ein abgeschwächter Erreger oder nur Bestandteile eines Krankheitserregers verabreicht. Diese sind zu schwach oder gar nicht in der Lage, die Krankheit auszulösen. Er reicht aber dafür aus, dass das Immunsystem reagiert und wichtige Abwehrstoffe gegen die Krankheit bildet. So ist das Immunsystem auf den Krankheitserreger vorbereitet und kann ihn bei Kontakt abwehren. 

Direkte Verabreichung von Abwehrstoffen

Gegen RSV gibt es für Säuglinge keine solche Impfung. Säuglinge können aber auf einem anderen Weg geschützt werden: über die RSV-Prophylaxe. Die Prophylaxe funktioniert etwas anders als die Impfung: Dabei produziert das Immunsystem der Säuglinge die Abwehrstoffe nicht selbst. Stattdessen werden die fertigen Abwehrstoffe direkt verabreicht. Das verwendete Präparat heißt Nirsevimab und ist ein Antikörper.

Immunsystem wird nicht trainiert

Die RSV-Prophylaxe sollte möglichst bald nach der Geburt verabreicht werden. Sie bietet einen zuverlässigen Schutz und wirkt sofort. Anders als eine Impfung trainiert die Prophylaxe das Immunsystem aber nicht. Der Wirkstoff baut sich nach und nach ab und hat nach 5 Monaten seine Wirkung verloren. 

Schutz vor Herbst-Welle

Empfohlen wird die RSV-Prophylaxe vor allem Säuglingen, die zwischen April und September geboren wurden. Das liegt daran, dass diese Kinder sehr jung mit der RSV-Saison im Herbst und Winter (von Oktober bis März) konfrontiert werden. Durch die RSV-Prophylaxe bekommen sie genug Zeit, unbeschadet durch den Herbst zu kommen und im Anschluss selbst einen guten Immunschutz aufzubauen. 

Quelle: Kinderaerzte-im-Netz

News

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Röntgen-Apotheke
Inhaber Dipl.-Pharm. Abdelazim Sarhan
Telefon 0211/79 03 33
Fax 0211/7 90 03 34
E-Mail info@roentgen-apotheke-duesseldorf.de